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Business-Romantiker unter sich - Dvořák und Mendelssohn

Verantwortlicher Autor: Michael Scheuermann Wiesbaden, 31.07.2021, 17:20 Uhr
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Wiesbaden [ENA] In seinem Werk verbindet Antonin Dvořák Einflüsse von Klassik und Romantik mit Elementen der Volksmusik. Während er sich in seinen frühen Jahren noch an Mozart und Beethoven orientierte, suchte er ab 1873 seinen eigenen Stil. Die zwei darauffolgenden slawischen Schaffensperioden (1876–1881 und 1886–1891) waren nun nicht mehr klassisch, sondern tschechisch-folkloristisch geprägt.

In den in Amerika entstandenen Werken versuchte er das typisch amerikanische Kolorit einzufangen und wandte sich gegen Ende seines Lebens schließlich verstärkt der Programmmusik und Opern zu. Zu Dvořáks Hauptwerken gehören seine neun Sinfonien, darunter am bekanntesten die Sinfonie Nr.9 „Aus der Neuen Welt“, das Cellokonzert h-Moll op. 104, Oratorien mit großer Suggestivkraft wie das „Stabat Mater“, das „Requiem“, zahlreiche Kammermusikwerke sowie die sechzehn Slawischen Tänze und die Oper „Rusalka“. Heimatliebe, Naturverbundenheit, tiefe Religiosität, auch berauschende Lebensfreude kommen in Dvořáks Werk zum Ausdruck. Einige Misserfolge mußte er durchstehen, bis durch Empfehlung von Brahms die „Slawischen Tänze“ im Druck erschienen.

Felix Mendelssohn Bartholdy war ein Komponist, Pianist und Organist. Er gilt als Schlüsselfigur der musikalischen Romantik und setzte neue Maßstäbe, die das Dirigieren bis heute maßgeblich prägen. Daneben verwandte sich Mendelssohn Bartholdy für die Aufführung von Händels und Bachs Werk ein: 1829 führte Mendelssohn mit der Berliner Singakademie 100 Jahre nach ihrer Uraufführung erstmals wieder Bachs Matthäus-Passion auf und gab damit der Bach-Renaissance einen wichtigen Impuls.

Seine Arbeitsleistung materialisierte sich als Komponist, Dirigent, Klavier- und Orgelvirtuose, Zeichner, Maler und Organisator von Musikveranstaltungen. Arbeitethos und Leistungsbereitschaft verinnerlichte Felix Mendelssohn Bartholdy in seiner vornehmen Herkunftsfamilie. Als Leipziger Gewandhauskapellmeister erlebte Mendelssohn erfüllte Arbeitsjahre. Inmitten der bürgerlichen Gesellschaft trug er deren kulturellen Anforderungen Rechnung. Dass ihm das gelang, das belegt u.a. die Tatsache, dass viele seiner Werke Auftragskompositionen waren. .

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