Samstag, 11.07.2026 20:34 Uhr

DHL und die mysteriösen Sendeverfolgungen 11.07.2026

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Bonn, 11.07.2026, 10:00 Uhr
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DHL und die zweifelhaften Sendungsverfolgungen, die sowieso in der Regel nix bringen
DHL und die zweifelhaften Sendungsverfolgungen, die sowieso in der Regel nix bringen  Bild: Manuel Alvarez / Pixabay

Bonn [ENA] Das DHL im Jahr über 420.000 Beschwerden wegen fehlerhafter, nicht zugestellter oder verspätet zugestellten Sendungen bekommt, Zahl steigend, ist ja inzwischen hinlänglich bekannt. Alleine die Bundesnetzagentur wird inzwischen mit über 53.000 Beschwerden Deutsche Post / DHL kontaktiert.

Aber da die Bürger das trotzdem weiter hinnehmen und diesen Dienstleister nutzen, brauchen sie sich auch nicht zu wundern das das so weiter geht. Und schlimmer wird dank der neuen Fachkräfte, die DHL und deren Zuliefererfirmen einsetzen. Damit die Kunden einen Komfort bei der Lieferung haben, gibt es die Sendungsverfolgung, in besten Zeiten sogar die sogenannte Live – Sendungsverfolgung. Klingt toll, funktioniert selten oder liefert Falschinformationen.

Aktuelles Beispiel: Eine Bestellung vom Montag wird am Mittwoch als versendet unter der Sendungsverfolgung angezeigt. Am Donnerstag erfolgt die Mitteilung per Email, die Sendung würde am Freitag zwischen 10.30 Uhr – 12.30 Uhr zugestellt. Man könne aber, falls man nicht zu Hause ist, einen Ablageort wählen, einen anderen Tag oder einen Nachbarn auswählen. Ich bin da deshalb wähle ich nix. Am Freitag sehe ich, um 8.48 Uhr wurde die Sendung ins Fahrzeug geladen. Iss ja toll, nur kommt nix. Auch nicht um 13.00 Uhr, 14.00 Uhr. Um 17.03 Uhr bekomme ich folgende Nachricht:

Die Sendung konnte wegen unerwarteter Umstände wie Krankheit, Unfall, Arbeitszeitüberschreitung nicht zugestellt werden konnte. Neue Zustellung am nächsten Werktag. Ach nee, ruft man dann die Sendungsverfolgung im Internet auf und geht auf Details, steht dann: Aufgrund der kürzlich erschwerten Wetterbedingungen und der dadurch aufgebauten Rückstände kann es zu Verzögerungen kommen. Ist natürlich auch Blödsinn, es gab heute keine erschwerten Wetterbedingungen. Nur gab es keine erschwerten Wetterbedingungen, höchstens Störungen im Oberstübchen, die sind aber die Regel geworden.

Aber die dumme Geschichte, die DHL als Einzelfall darstellen wird, geht ja weiter. Am Samstag bekomme ich wieder eine Nachricht um 7.52 Uhr: Die Sendung werde heute zwischen 11.15 Uhr – 12.45 Uhr zugestellt. Dumm nur, das ich diese Nachricht um exakt 11.43 Uhr aufgerufen habe, wie kann die Sendung da um 11.15 Uhr zugestellt werden, es ist doch eine Live – Verfolgung. Die besagt, das Fahrzeug wäre nur noch 2 Stopps von mir entfernt. Ich wohne in keinem Gewerbegebiet und 2 Stopps – ich kann das Fahrzeug quasi schon sehen. Aber um 12.02 Uhr bekomme ich diese Info: Die Sendung wird zwischen 10.35 Uhr – 12.05 Uhr zugestellt. Oh, da hat der Fahrer ja nur noch 3 Minuten.

Aber warum steht um 12.02 Uhr das mit 10.35 Uhr ? Keine Ahnung, nur albern und unsinnig. Als dann tatsächlich zeitnah die Lieferung erfolgt, spreche ich die Fahrerin an wegen dem Vortag. Interessante News: Ja, sie müsse nebenbei noch Briefpost verteilen und eigentlich sogar noch Prospekte, die habe sie schon zurück gelassen. Sie bekomme maximal 1 Überstunde am Tag bezahlt, und die hatte sie schon verbraucht und noch 35 Sendungen im Fahrzeug, die alle zurück gegangen sind. Ich verstehe die Fahrerin, das wird sicherlich anderen auch so gehen aber letztlich sind bei DHL Kunden keine Könige mehr, sondern Fußabtreter, die gefälligst so lange zu Hause bleiben sollen bis die Sendung kommt oder woanders liefern lassen sollen.

(Original Aussage eines DHL – Fahrers: Wenn sie nicht zu Hause sind, bestellen sie doch woanders). GENAU das ist es: Die haben genug Kunden und leben hauptsächlich von Gewerbebetrieben. Ob du oder ich per DHL versenden, interessiert die nicht. Genauso wie die Reklamationen, sonst würden die nicht steigen. Wie sagte mal ein Chef eines großen Unternehmens in Deutschland: Ein reklamierender Kunde gibt der Firma noch eine Chance, ihn als Kunde zu behalten. Und das sollte man nutzen.

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